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Wie bei meinem letzten Urlaub wurde der Transfer von der LTU übernommen. Wir hatten im Internet ein Last-Minute-Angebot gebucht. Die Buchung war recht abenteuerlich, da ich als Bestätigung nur eine formlose E-Mail und eine Rechnung ohne Anschreiben bekommen habe. Bis ich meine Reiseunterlagen in der Hand hatte, war ich mir nicht sicher, ob mein Geld nun auf dem Konto von Aero Travel Service GmbH auf nimmer Wiedersehen verschwunden war. Der Preis war zwar unschlagbar, aber wer keine starken Nerven hat, sollte
lieber bei einem professionellen Anbieter buchen. Das Angebot (Veranstalter war FTI) nannte sich Fiesta Roulette, was bedeutet, dass man in eines der drei Fiesta-Hotels in Punta Cana kommen wird. Wie ich im Vorfeld selbst aus dem Netz erfahren habe, landet man fast immer im Fiesta Beach Resort. So war es dann auch bei uns gekommen. Die Anlage hielt was die Prospekte versprachen. Ein sehr schön angelegter Palmengarten in dem sich die Gebäude der insgesamt vier Hotels des Komplexes verteilen. Nach dem Willkommens-Drink ging es erst einmal aufs Zimmer, denn nach 10 Stunden Flug ist man ziemlich geschafft. Unser Zimmer lag im Erdgeschoss von einem der drei dreistöckigen Gebäude direkt am Strand. Es empfing uns mit einem muffigen Geruch, der mit einer enormen Luftfeuchte (trotz Klimaanlage) einher ging. Wir waren aber zu geschafft um uns sofort darum zu kümmern. Das Abendessen versöhnte uns dann auch erst einmal wieder, da es recht reichhaltig und lecker war. Am nächsten Tag wurde uns an der Rezeption ohne Probleme ein anderes Zimmer in der zweiten Etage zugewiesen, welches wir nach einer kurzen Besichtigung auch nahmen. Hier war nicht nur die Luft viel besser auch das Bad war ansprechender eingerichtet (bessere Armaturen und mehr Platz neben dem Waschbecken. Das beste war aber der perfekte Meerblick (Bild), den es vom Erdgeschoss natürlich nicht gab. Wie wir später festgestellt haben, scheinen alle Zimmer des Erdgeschosses unter der schlechten Luft zu leiden, also am besten gar nicht erst nehmen. Die anderen Mahlzeiten boten auch kaum Anlass zur Kritik, es gab immer viel Auswahl, so dass jeder Geschmack befriedigt wurde. Abwechslung war auch genug vorhanden, auch wenn es da sicher noch mehr Möglichkeiten gibt. Zum All Inclusive gehört auch die Pizzeria in der Ladenpassage vor dem Fiesta Bavaro.
Wer hier allerdings mit dem Angebot einer Pizzeria in Deutschland rechnet, kann sich den Besuch sparen. Man hat die Auswahl von reichlich einer Hand voll nicht sehr origineller Pizzen und die Atmosphäre entspricht auch eher der eines Schnell-Imbiss. Die Cocktails an der Bar hingegen sind recht lecker. Sie sind zwar größtenteils schon fertig (Pina Colada, Coco Loco, Fruit Punch und Daiquiri), schmecken aber auch ohne Rum (darauf sollte man bei der Hitze möglichst verzichten) sehr gut. Auch das einheimische Bier ist recht wohlschmeckend. Die Minibar im Zimmer ist bei Ankunft gefüllt und kann ohne Kosten geleert werden, sie wird aber nicht mehr aufgefüllt. Kleine Wasserflaschen kann man sich ab 10 Uhr an der Lobby-Bar holen, bei Ausflügen also am Vorabend daran denken.
Der bei unserem Veranstalter (Hola Tours) enthaltene Besuch des Aquariums, ist auch kein Muss, denn es lässt etwas Pflege vermissen. Das Wasser ist recht trübe und viele Bunte Fische gibt es auch nicht zu sehen, da bieten Aquarien in Deutschland oft mehr. Die Safari per Kleinlaster (Dominicana Jones) sollte man auf jeden Fall machen, da man hier einen wirklich guten Einblick ins Leben der Landbevölkerung bekommt. Auch von der Natur sieht man hier sehr viel. Das man während der Fahrt Getränke im Becher verteilte (vor allem Rum mit Cola oder Sprite) war nicht so unser Ding, denn die Hälfte davon landete nicht im Mund sondern auf den Sachen (kein Wunder bei den Straßen). Ein weiterer sehr empfehlenswerter Ausflug nennt sich Karibik pur (bei anderen Veranstaltern auch anders). Dabei geht es per Bus nach Bayahibe und dann mit dem Katamaran an einen wunderschönen Strand der Insel Saona. Nach dem Mittagessen unter Palmen geht es dann per Speedboot noch zu einer schönen Schnorchelstelle. Bei den ganzen Ausflügen werden natürlich ausreichend Geschäfte besucht, wo man sein Geld los werden kann. Wer sich für Zigarren interessiert sollte das Angebot der Reiseleitung (FTI, ob es andere auch anbieten weiß ich nicht) nutzen, eine Zigarrenmanufaktur zu besuchen. Die ganze Sache kostet nichts und man bekommt von dem deutschen Eigentümer eine super Erklärung über den Herstellungsprozess. Er freut sich natürlich, wenn man dann auch einige Zigarren bei ihm kauft. Die Preise sind im Vergleich zu anderen Geschäften gut und man kauft nicht die Katze im Sack.
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Letzte Änderung: 16. 04. 2004, © 2004 by Falk Baumann